Meditation für Anfänger! Oder, wie meditiert man richtig?

Die Frage aller Fragen, die du dir sicherlich stellst, wenn das Thema Meditation in dein Leben tritt. Geblendet von wunderschönen Kulissen und traumhaften Tempeln aus irgendwelchen Zeitschriften und Filmen blickt man neidvoll auf völlig entspannte Menschen, die Stille und Einsamkeit perfekt auszuhalten scheinen.
Unsere Antwort auf diese Frage ist:

Es gibt kein richtig oder falsch! Als Meditationsanfänger benötigst du vor allem eins: DICH!

Wie meditiert man richtig

Regelmäßig meditatives Denken

Wenn du dich gleich an eine geführte Meditation zu einem ganz bestimmten Thema wagen möchtest, um es zu bearbeiten oder zu verstehen, dann wird das sicher richtig für dich sein. Wenn du eher allgemeine Ruhe und Gelassenheit, Entspannung und eine positive Sichtweise in dein Leben einladen möchtest, wirst du aber um regelmäßige – möglichst tägliche – Übungseinheiten nicht drum herumkommen. Denn so wie alles im Leben dankt dir auch deine Seele deine regelmäßige Mindset-Pflege. Ob als Ritual am Morgen oder Abend oder die genutzte Mittagspause, Meditationen kannst du überall durchführen. Du bestimmst die Länge, den Ort und dein Drumherum. Es hat sich jedoch bewährt, für gewisse Alltagssituationen ein persönliches Ritual zu finden.

Wie du deinen Platz findest

Lass dich mal inspirieren und schaue dir deine Umgebung genau an. Gibt es einen Lieblingsort, einen Platz in deiner Wohnung, an dem du dich ganz besonders wohlfühlst? Steht vor deinem Büro vielleicht eine Bank in einem Park oder ist auf dem Nachhauseweg von der Arbeit ein Wäldchen oder See an dem du innehalten kannst? Es gibt so viele schöne Plätze in unserer Umgebung, welche wir oftmals nicht mehr wahrnehmen.

Meditation heißt auch, genau diese Orte wahrzunehmen! Sich hinzusetzen, für einen Moment die Augen zu schließen und einfach nur anwesend zu sein! Einige Male durchzuatmen und die Anspannung in seinem Körper zu spüren! Die Geräusche der Natur aufzunehmen und fließen zu lassen! Der Platz ist so wie du ihn dir gewählt hast! Du fühlst dich wohl und lernst die Details zu genießen!

In den Fluss des Lebens eintauchen!

Hast du dir einen schönen Platz ausgesucht? Dann lerne wie fließend deine Lebenssituationen sind. Lass deine eigenen Verurteilungen dir selbst gegenüber für die Zeit der Meditation außen vor, sie dürfen im Anschluss gerne wiederkommen. Wer meditiert sitzt nicht einfach nur da! Es spielen sich diverse körperliche und seelische Prozesse ab. Der Verstand oder das Ego wird die ersten Male sicher dagegen ankämpfen. Lass sie ruhig!

Tiefes ein- und ausatmen wird dich beruhigen. Dein Puls wird langsamer und du gerätst vielleicht ins Träumen. Nimm alle Gedanken wahr, die aufkommen. Lass sie an dir vorbeifließen. Wie Wolken an einem schönen Sommertag! Sie kommen und dürfen weiterreisen. Beobachte dabei deinen Körper. Bei welchen Gedanken und Gefühlen spannt er sich an? Bei welchen kommst du in eine angenehme Entspannung? Sei achtsam und präsent! So fällt es dir von Tag zu Tag leichter in den Fluss des Lebens einzutauchen und dich selbst dabei mit allen Facetten neu zu entdecken.

Der Genuss der Stille!

Bist du auf ständiges Tun programmiert? Du wirst dir die ersten Mal bei deinen Meditationsübungen sicher völlig doof vorkommen. Dasitzen und die Stille genießen! Wenn das so einfach wäre, warum gibt es dann so viele Ratgeber dazu?

Nun, Stille ist nicht gleich Stille. Ein ruhiges Plätzchen ohne Nebengeräusche kann unter Umständen lauter sein, als ein Cafe voller Menschen. Dein Verstand macht dieses stille Örtchen zu einem lauten Konzertsaal, in dem sich alle deine Eindrücke und damit verbundene Gefühle anschreien. Diese Stille zu nutzen um innerlich still zu werden, ist ein Zauber der Meditation! Dabei geht es nicht darum, belastende Gedanken und Gefühle wegzumachen, sondern darum eben diese anzunehmen. In der Stille blickst du friedvoll darauf und beobachtest deinen Körper dabei. Waren die Situationen wirklich so furchtbar? Oder war es dein Denken darüber? Die Erkenntnisse kannst du gewinnen, wenn du es zulässt ohne Bewertungen dein Denken in deiner Meditationsübung zuzulassen. Somit wird Stille zwei wichtige Bedeutungen für dich haben! Gedankliche Stille und örtliche Stille, welche oft als Einsamkeit empfunden wird, mit ein bisschen Übung aber zum höchsten Genuss werden kann.

Wildes Durcheinander vermeiden

Warum willst du meditieren? Was sind deine Gründe mit dem Meditieren zu beginnen? Wie schon erwähnt, Meditation ist nicht einfach nur sitzen und nix tun. Dieses Werkzeug ist hilfreich für viele Situationen und Symptome, welche dir dein Körper sendet. Doch wichtig für dich ist, wofür soll dir dieses Werkzeug nutzen? Ist es die Gelassenheit, welche dir im Alltag fehlt? Sind es die ständigen Kopfschmerzen, die dich begleiten wenn du an deine Zukunft denkst? Ängste und Panik bevor du auf Reisen gehst oder dich deinem Leben stellst? Was kann meditatives Denken und die vielen Meditationstechniken für dich wirklich tun? Bist du bereit dir diese Frage zu beantworten? Und bist du bereit, dass dies der erste Schritt auf diesem Weg ist? Gut, denn so sorgst du einem wilden Durcheinander gut vor. Und kommst nicht in eine klassische Verhaltensgewohnheit, alles auf einmal zu wollen. Setze mit kleinen und regelmäßigen Übungen klare Impulse für dein entspanntes Ich! Fange mit einfachen Dingen wie tiefes Ein- und Ausatmen an, steigere dich indem du in den Bauch atmest und wieder aus. Sitzt du bequem? Oder liegst du vielleicht im Gras auf einer frisch gemähten Wiese?

Dein entspannter Zugang zu deinem Ego

Wenn dein Ziel klar ist, dein Platz gewählt ist – wie könnte es weitergehen? Wie stellst du dir (d)eine klassische Meditation vor? Sicher hast du schon hier und da etwas gehört und gelesen, kennst den einen oder anderen der dir davon erzählt hat. Doch wie stellst du dir deine Meditationsreise vor? Was ist für dich eine entspannte Sitzhaltung? Welche Musik möchtest du im Hintergrund hören? Oder bevorzugst du etwas ganz anderes? Nutze die Erkenntnisse und kreiere dir daraus deine persönliche Auszeit. Dein Ego wird sich damit besser arrangieren, als wenn du Meditation nach Vorschrift machst. Wenn sich der Schneidersitz nicht stimmig anfühlt und für dich unbequem ist, dann versuch es mit deiner Lieblingssitzposition, welche du abends auf dem Sofa so gerne einnimmst. Lass dich nicht stressen von irgendwelchen Vorgaben, gut gemeinten Ratschlägen sondern entscheide für dich im Moment der Meditation was fühlt sich rund und stimmig an und was nicht. Sei dir darüber bewusst, dass du dich und deinen Körper auf einer ganz neuen Ebene kennenlernen wirst. Nutze auch die aufkommenden Gedanken während deiner Meditationsübungen um deinem Ego den Weg zu weisen! Wir kennen es in unserer Gesellschaft so, dass wir ständig neuen Impulsen ausgesetzt sein müssen, permanent in der Anspannung Dinge erledigen wollen oder umhüllt sind von einer Menge technischer Einflüsse. Dein Verstand hat sich darauf eingestellt, auch wenn es ihn zusehends stresst. So ist es bei deinen Anfängen zu meditieren sicher verständlich, dass es nicht sofort mit wirklich innerer Ruhe einhergeht. Gib dir die Zeit, die du benötigst und läute deine täglichen Übungen vielleicht mit einer leckeren Tasse Tee oder einem Zitronenwasser ein. Nach einigen Meditationssitzungen wirst du merken, dass du schon allein durch dieses Ritual dich mit mehr Ruhe auf den Genuss einstellen kannst.

Spüre deine geheimen Wünsche und Träume

Hast du dein Ego auf deinen neuen meditativen Geist eingestellt, ist es Zeit sich in Meditationen mit deinen Wünschen und Träumen zu beschäftigen. Während du dein Leben mit allen guten und vermeintlich schlechten Aktivitäten betrachtest, achtsam deinen Sinnen lauscht, wirst du nun auch merken wie sich deine geheimen Wünsche, deine Träume und deine Sehnsüchte ihren Platz und somit ihren Zugang zu deinem Bewusstsein suchen. Dieser Prozess ist für deine weitere Lebensgestaltung von großer Bedeutung. Denn du wächst in stillen Momenten über dich hinaus. Die Zeit in der du meditierst ist dafür da, dass du dich großartig fühlst. Das du zu deiner inneren Mitte und deiner Urkraft zurückfindest. In genau dieser Mitte findest du deine Lösungen und Hinweise um deine Wünsche umzusetzen. Im Einklang mit deinen Erlebnissen, deinen Erfahrungen und deiner Sehnsucht setzt du Energie frei, welche nach dem Resonanzgesetz zu dir zurückkommen wird. Die Energie folgt deiner Absicht! Und so macht es neben Spaß auch viel Sinn, seine Meditationsmomente so zu nutzen, um ganz bewusst sich seinen Zielen zu nähern. Sei es dem Traummann, den neuen Job, mehr Geld. Mit der Meditation realisierst du dies Stück für Stück und ohne Druck oder Zwang! Und noch eins wirst du feststellen, wenn du regelmäßig meditierst. Deine Wünsche werden sich verändern. Was einst sehr wichtig erschien, verliert manches Mal an Bedeutung, während andere Ziele in den absoluten Fokus geraten. Lass dich nicht hetzen! Meditationen haben einen tieferen Sinn! Einen Sinn den man nicht beschreiben sollte, denn man muss ihn erleben!

Dein Umgang mit Meditationshindernissen

Gerade für Ungeübte gibt es am Anfang einige Hürden und Hindernisse. Lärm, Telefongeklingel, Unordnung oder vielleicht auch deine Kinder, dein Partner oder laute Nachbarn können solche Hindernisse sein. Sorge also dafür, dass du bei deinen Meditationsübungen ungestört bist! Der frühe Morgen oder der späte Abend eignen sich daher sehr gut, um seine Meditationstechnik zu entdecken und zu finden. Wenn du tagsüber damit starten möchtest, suche dir am besten ein laues Plätzchen im Park, an einem See oder in einem Wald an einem möglichst alten Baum. Man muss schon sehr zentriert und geübt sein, um in der Großstadt mitten im Trubel meditieren zu können. Als Anfänger lässt du dich da sicher noch leicht ablenken und erzielst eher nicht deine gewünschten Momente. Eine ruhige Atmosphäre, gedämpftes Licht, aufgeräumte Umgebung oder die freie Natur sind da die bessere Wahl für den Anfang. Ein weiteres Hindernis sind unachtsame Menschen! Je mehr du in deine Mitte kommst, je mehr wird deine Umwelt das auch wahrnehmen. Kritiker und sogenannte Trigger werden dir dann ab und an verstärkt begegnen. Auch wenn du für die Vorteile deiner Achtsamkeit dir selbst gegenüber kennst, so neigt man zu Beginn immer noch dazu, sich zu rechtfertigen. Unser Tipp: Lass es! Jeder ist für sein Leben verantwortlich. Man darf Hilfestellung geben, wenn gewünscht, aber du musst dich für deine Entscheidung, achtsam und bewusst mit dir umzugehen, definitiv nicht entschuldigen oder gar entmutigen lassen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn die ersten Meditationsübungen nicht den gewünschten Effekt haben. Qualität braucht Zeit! Und mit jedem meditativen Moment kommst du dir selbst ein Stück näher.

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Jetzt wo du schon einiges gelesen hast, worum es bei Meditation, meditativem Denken, Bewusstsein und Achtsamkeit geht, wird es Zeit Freundschaft mit dir selbst zu schließen. Du darfst mit dir genauso respektvoll und achtsam umgehen, wie du es wahrscheinlich mit deinen Mitmenschen auch tust. Die Freundschaft zu dir selbst erleichtert dir deinen Zugang in den Meditationen zu deinem Körper, deinem Geist und lässt dich wacher und aufmerksamer sein. Natürlich geht es bei dieser besonderen Freundschaft auch um Verständnis, um Neugierde und um eine große Portion Mut, welche du dir gegenüber entdecken darfst. Was rätst du Freunden, die ständig denken, dass sie nicht gut genug wären? Wie unterstützt du deine Familie, wenn sie Angst vor der Zukunft haben? Und wie denkst du über das Leben und die Welt? In einer liebevollen Freundschaft gepaart mit meditativen (Selbst)Gesprächen diskutiert man meist lösungsorientiert. Man hört einander zu und hat Verständnis für die Schattenseiten. Ja, Mitgefühl und Toleranz lässt man walten. Und genau diese liebevolle Freundschaft darfst du gerne vor deiner ersten Meditation mit dir selbst eingehen! So wirst du dich, deine aktuelle Situation, deine Ängste und Sorgen, finanzielle Probleme oder deinen Frust auf den Job liebevoller begegnen können. Du bleibst handlungsfähig und wirst mutig alle dir zur Verfügung stehenden Meditationstechniken und noch viel mehr ausprobieren. Sei dir sicher, dass alles was kommt, genau zur richtigen Zeit in dein Leben tritt. Beim Meditieren gibt es kein richtig oder falsch! Du gestaltest dir deine Momente! Und du setzt deinen Fokus auf Ruhe, Entspannung, Gelassenheit und deine Ziele, Wünsche und Träume. Dabei wünschen wir dir ganz viel Freude! Wenn du magst berichte uns gerne von deinen ersten Meditationserlebnissen!

Vorlesen

Lass dir die Seite "Wie man richtig meditiert" vom Computer vorlesen.